Löffeltanz im Hippocampus
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Der neurologische Lernprozess des Löffeltanzlernes


Das Wissen um die Rhythmusstruktur wurde im semantischen Gedächtnis gespeichert, d. h., dass der Rhytmus faktisch ein Zweivierteltakt ist und die Schläge wie folgt aufgeteilt sind:

–   dem ersten Achtel des ersten Viertels (mit der rechten Hand),
–  dem zweiten Achtel bzw. ersten Sechzehntel des zweiten Achtels (rechte Hand),
–  dem zweiten Sechzehntel des zweiten Achtels des ersten Viertels (linke Hand),
–  dem ersten Achtel des zweiten Viertels (rechte Hand) und
–  dem zweiten Achtel des zweiten Viertels (linke Hand).

Wobei das episodische Gedächtnis auf die erste Instruktionsstunde oder markante Übungseinheiten z. B. zurückgreift, um den Prozess zu verfestigen. Diese beiden Vorgänge werden im Hippocampus vermerkt. Der Hippocampus ist eine kleine Hirnstruktur und sitzt tief im Temporalhirn, beidseits im Schläfenlappen. Alles, was wichtig ist zu merken, geht dort hinein und wird für eine gewisse Zeit abgespeichert. Weil er zu klein ist, kann die neue Information nicht im Hippocampus (als mittelfristigem Speicher) bleiben und wird im Schlaf an die Großhirnrinde, den Kortex, abgegeben. Durch das Körpertraining wird der Tanz im prozeduralen Gedächtnis abgelegt und im Priming-Gedächtnis mit der Musik und anderen spezifischen Sinneseindrücken verknüpft.



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Bettina Henkel, Secession 2004